Anmeldeverfahren

Erst war es die Suche nach der richtigen Kita und das korrekte Beantragen des Kita-Gutscheines, die uns Geduld abverlangt haben und schon ist unser Kind im Vorschulalter und wir Eltern müssen uns bereits mit dem Thema Schule und Anmeldeverfahren beschäftigen.

Viele Fragen gibt es dazu, insbesondere im Zusammenhang mit dem Zugang zum Montessori-Zweig der Müggelsee-Schule. Und ist an dieser Stelle Klarheit erlangt, erwartet uns Eltern dann noch eine lange Wartezeit bis Gewissheit da ist, welchen Zweig unsere Kinder nun besuchen werden.

Wir haben versucht, aus den vielen Informationen ein geordnetes Bündel zu schnüren, um das Prozedere um das Anmeldeverfahren transparent und verständlich zu machen.

1. Anmeldung an der Schule und Einverständniserklärung

Mit der Anmeldung Ihres Kindes an der Müggelsee-Schule haben Sie die Möglichkeit, eine Einschulung im montessori-orientierten Grundschulzweig zu beantragen. Hierfür unterzeichnen Sie ein Formular »Zur Anmeldung für die Montessori-Klassen«. Mit der Anmeldung Ihres Kindes im montessori-orientierten Zweig erklären Sie sich einverstanden

  • mit den Prinzipien der Montessori-Pädagogik,
  • mit der Altersmischung in den Klassen 1, 2, 3,
  • dass bis einschließlich 4. Klasse keine Noten vergeben werden

Darüber hinaus werden Sie darüber informiert, dass die Existenz des Montessori-Vereins von der finanziellen Unterstützung aller Eltern abhängt. Der Jahresbeitrag je Klassenstufe wird im Formular erwähnt und kann auch auf der Homepage des Vereins unter: www.montessori-friedrichshagen.de eingesehen werden. Eine Eingangs- oder Anmeldebestätigung wird in der Regel nicht versendet.

Hier können Sie sich das Dokument anschauen und herunterladen und bereits ausgefüllt zur Anmeldung mitnehmen: Anmeldung/Einverstaendniserklärung

Die Formulare werden aber auch zur Anmeldung im Sekretariat der Schule für Sie bereit gehalten.

Die ergänzende Förderung und Betreuung im offenen Ganztagsbetrieb beantragen Sie bitte mit der Anmeldung zum Schulbesuch. Die Formulare erhalten Sie in der Schule oder auf der Internetseite der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

Sämtliche Anmeldungen werden an das Bezirksamt weitergeleitet.

Liegt Ihr Wohnort außerhalb des Einzugbereichs der Müggelsee-Schule, müssen Sie die Aufnahme ihres Kindes schriftlich beantragen und die Gründe für Ihren Wunsch angeben. Diesen (Umschulungs-) Antrag stellen Sie bei der Anmeldung, die in jedem Fall zunächst an der für Ihren Wohnort zuständigen Grundschule erfolgen muss. Auch hierfür erhalten Sie Formulare auf der Internetseite der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

2. Grundsätzlich zweistufiges Verfahren

Im ersten Schritt wird vom Bezirksamt entschieden, welche Kinder einen Platz an der Müggelsee-Schule erhalten. Erst wenn dies feststeht, kann in einer zweiten Stufe der Wunsch nach einer Einschulung in den montessori-orientierten Zweig bzw. den Regelzweig berücksichtigt werden!

3. Rolle des Einzugsgebietes und Warten auf die Entscheidung des Bezirksamtes

Alle Familien, die im Einzugsgebiet der Müggelsee-Schule wohnen, haben grundsätzlich Anspruch auf einen Platz für ihr Kind an dieser Schule. Für alle angemeldeten Kinder, deren Familien nicht im Einzugsgebiet wohnen, entscheidet das Bezirksamt darüber, ob ein Platz an der Müggelsee-Schule zugesagt werden kann.

Aufgrund unserer Erfahrungen aus den letzten Jahren wissen wir, dass diese Entscheidung sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Das Bezirksamt muss u.a. berücksichtigen, wie viele Kinder an den anderen Grundschulen des Bezirks angemeldet wurden, welche Eltern sich für eine nicht-staatliche Schule entschieden haben und ob eventuell aufgrund der Schuleingangsuntersuchungen noch Kinder zurückgestellt werden. So hatten wir in der Vergangenheit die Situation, dass die Schulleitung der Müggelsee-Schule erst Ende Mai, manchmal sogar erst Anfang Juni die Information erhalten hat, welche Kinder einen Platz an der Müggelsee-Schule bekommen und somit nach den Sommerferien hier eingeschult werden.

4. Losverfahren

Erst wenn die Information des Bezirksamtes vorliegt, welche Kinder für die Müggelsee-Schule vorgesehen sind, kann der Wunsch nach dem montessori-orientiertem Zweig berücksichtigt werden.

Organisationsbedingt kann je Schuljahr nur eine bestimmte Anzahl Erstklässler in den montessori-orientierten Zweig aufgenommen werden. Sollte die Zahl der Interessenten diese Anzahl nicht übersteigen, bekommen alle angemeldeten Kinder den gewünschten Platz. In den letzten Jahren kam es jedoch immer wieder dazu, dass sich mehr Eltern für den Montessori-Zweig beworben haben als Plätze verfügbar waren. In diesem Fall werden lediglich Geschwisterkinder vorrangig berücksichtigt. Alle darüber hinausgehenden Plätze werden ausnahmslos über ein Losverfahren vergeben.

Der Termin für die Verlosung der Plätze im montessori-orientierten Bereich wird von der Schulleitung organisiert. Um dieses Verfahren möglichst transparent zu gestalten, erfolgt mit der Einladung zur Elternversammlung auch die Einladung der Eltern zur Verlosung. Ausgelost wird lediglich, ob Ihr Kind in den montessori-orientierten Zweig eingeschult wird und nicht, in welcher Klasse es lernen wird. Dabei wird auch die Reihenfolge der sogenannten Nachrücker ausgelost und schriftlich festgehalten. Die Zuordnung der ausgelosten Kinder zu einer der drei Montessori-Klassen liegt allein in der Verantwortung der Schule. Der Montessori-Verein hat darauf (verständlicherweise) keinen Einfluss.

5. Rückmeldung an die Familien

Sobald die Verlosung stattgefunden hat, erhalten die Familien einen Brief, in dem sie über das Ergebnis der Auslosung informiert werden. Sofern sich im Anschluss an die Auslosung Veränderungen an den zugesagten Plätzen ergeben sollten (beispielsweise durch Umzug), werden die Nachrücker entsprechend informiert.

Sowohl die Schulleitung der Müggelsee-Schule als auch die Vereinsmitglieder wissen, dass durch dieses Verfahren eine lange Wartezeit entsteht, die eine enorme Belastung darstellen kann. Immer wieder haben die Schulleitung und der Montessori-Verein in den vergangenen Jahren versucht, den Ablauf zu beschleunigen, bisher ohne Erfolg, da zu viele verschiedene Faktoren auf das Verfahren einwirken.